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Thema: Pflegenotstand hoch 1000

  1. #11

    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Ohh yehh...tut mir leid

  2. #12

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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Gut von dir zu hören.
    Schlecht zu hören, wie die Dinge liegen.

    Bring dich nicht um!

    Zum Thema Pflegenotstand (bin ja auch aus der Branche) sage ich nur ganz wertfrei und rein den Ist-Zustand beschreibend 3 Dinge:
    Den Pflegenotstand gibt es seit 20+ Jahren. In den letzten zwei Jahren hat die Politik gezeigt, daß sie sofort 20 Milliarden extra pro Jahr aus dem Hut zaubern kann, wenn sie es will. Und irgendjemand wählt schließlich immer wieder die selben Leute ins Amt.
    ...

    Ich drück dir die Daumen. Paß auf dich auf!

    Gruß NogegoN
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  3. #13
    Avatar von Vhaidra
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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Ach ja seufz, ist alles richtig was ihr schreibt.

    @Ulrich: Nee ich verstehe dich schon nicht falsch, was glaubst du was mir alles grade so im Kopf rumgeht zu der ganzen Sache. Klar, man müsste eigentlich die Arbeit niederlegen, aber das geht einfach nicht. Meine Chefin würde so einen Streik schlicht nicht überleben und das ist kein Witz. Der Streik dürfte nicht länger als maximal 3 Stunden dauern. Bei vielen anderen dürfte er vielleicht noch nicht mal 30 Minuten dauern. Keine Ahnung, aber zu solchen Konditionen kann ein menschliches Wesen einfach nicht streiken. Man sagt ja Autisten hätten keine Empathie, aber wenn das selbst für einen Autisten unvorstellbar ist einen Menschen, der ohne sein Hilfe sterben würde, sterben zu lassen für einen Streik, ja dann kriegt ein voll empathischer neurotypischer Mensch das ja schon gar nicht hin. Das ginge gegen jede normale, soziale, menschliche Natur. Keiner der normal tickt und nicht zufällig Soziopath ist würde das tun.

    Man müsste also langsam mal einsehen, dass hier andere Maßnahmen ergriffen werden müssten und zwar von den Verantwortlichem im Sinne des Wortes. Amen.

    Aber nochmal zu unserem speziellen Fall hier. In unserem Fall, also bei der Assistenzstelle wo ich beschäftigt bin, würden wir dem System ja sogar noch in Hände arbeiten, wenn wir hinschmeissen würden. Wenn wir hinschmeissen, dann kommt meine Chefin erstmal ins nächstbeste Heim, wo ein Platz frei ist und damit kostet sie das Amt direkt schon nur noch die Hälfte von dem was jetzt gezahlt wird.

    In Zahlen, monatlich, bei einem vergleichbaren Fall wie bei meiner Chefin:

    Pflege im Heim: Ca. 7000-8000 Euro
    Pflege durch Persönliche Assistenz (was ich mache) ca. 15 000 Euro
    Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst mit 24 Std. Rufbereitschaft ca. 19 000 Euro
    Pflege durch einen ambulanten Pfegedienst mit 24 Std. Rufbereitschaft plus 12 Stunden Assistenz am Tag ca.24 000 Euro

    Und jetzt kommt`s: Hier im Haus wohnt einer der das letzte Pflege System hier auf der Liste hat also das für ca. 24 000 Euro. Der hat in etwa die gleichen Einschränkungen wie meine Chefin, wohnt direkt über uns, ergo muss der auch beim gleichen Amt sein

    Diese Info habe ich allerdings erst heute Nacht durch Smalltalk (jaaa kann ich auch, wenn ich muss haha) mit einem Pfleger vom Pflegedienst (der hier im Haus ist und die anderen betreut) bekommen, aber mit der Info konfrontieren wir nächste Woche das Amt. Schaun wir mal was die dazu sagen. Jo und wenn das auch nicht funzt dann nehmen wir uns halt mal wieder einen Anwalt. Ohne Anwalt geht ja absolut rein gar nichts im Leben eines Behinderten. Da kriegste nicht mal sterile Tupfer von der Krankenkasse, also ihr könnt euch echt nicht vorstellen was für ein Stress meine Chefin wegen jedem kleinsten Pipifax hat sobald das auch nur um einen einzigen Euro geht.

    @Butch: Ja ich weiß. Ich kenne mich aus mit Burnout. Im Sommer war ich nah dran und habe meiner Chefin auch gesagt dass bei mir jetzt Ende der Fahnenstange ist, dass ich nicht mehr kann und kündigen muss, wenn kein Wunder geschieht.

    Dann hat sie ganz Hamburg abtelefoniert und aus den hintersten Ecken ehemalige Assistentinnen von uns gekratzt und gefragt ob die uns ein bißchen zumindest aushelfen können in unserer Not und da haben sich dann einige bereit erklärt und uns geholfen ab August und somit hatte ich mal so 2 bis 3 Monate etwas mehr Ruhe und in dieser Zeit habe ich mich wieder aufgepäppelt und jetzt im Moment geht es eigentlich, nur das wird halt auch wieder nicht lange halten bei dem aktuellen Stunden Pensum.

    Aber keine Angst, ich kriege das mit wenn echt Ende ist und halte auch kurz vorher an und nicht erst 3 Meter nach dem Stop Schild, das musste ich mir im Laufe meines Lebens angewöhnen. Ich bin guter Dinge, da wir ja nun wissen wie ungleich das Amt bezahlt, dass wir sie damit bei den Eiern packen können Joooo und wenn nicht wir, dann eben unser Anwalt. Cool bleiben und abwarten

    @Farbpumpe:
    Zitat Zitat von Farbpumpe Beitrag anzeigen
    Das ist alles so zynisch und menschenverachtend….
    Signed.

    @Shiraga:



    @Nogegon:
    Ach ja, wär`ich nur Arzt geworden *duck und wech* Warum du noch kein Burnout hast ist ja das Einzige was mich wundert. Schön auch von dir zu hören Mit mehr Freizeit, gerne auch mal wieder Tel. aber im Moment habe ich da keine Meinung drauf, wenn ich frei habe, da will ich nur noch mein Hirn ausschalten.

    @All:
    Ich danke euch allen für euer Interesse und für das nette, wenn auch ernste Gespräch, ich halte euch hier auf dem Laufenden. Bin ja echt gespannt was für Blüten das alles noch treibt. Seit letzter Nacht bin ich aber echt wieder gut drauf....24.000 Euro zahlen sie dem im zweiten Stock ts und bei uns scheissen sie sich an, weil wir 15 000 statt 13 300 wollen, also nur knapp 1700 Euro mehr als bisher bräuchten um das alles hier zu retten (im Übrigen schaffen wir hier 10 bis 13 Arbeitsplätze, also normalerweise, was ja so scheisse auch nicht ist) ... das kann doch echt nicht wahr sein oder? Ich glaub`ich frage den aus`m zweiten Stock mal wie sein Anwalt heisst.

    LG Yvonne
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  4. #14

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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Wer sagt, daß ich den nicht habe? Hat mich dieses Jahr erwischt. Mußte sogar eine Überlastungsmeldung an den AG abgeben. Das geht einfach nicht, daß die ganze Leitung weg ist und ich die Klinik allein leite; also neben meiner üblichen Arbeit. Bin gerade dabei, eine Streßerkrankung mit Entstressen zu entschärfen. Viel schlafen, Spaziergänge, kein Kaffee mehr. Keine Verpflichtungen. Eine Woche Pause.
    Das -Warum- der Überlastung haben wir grad die Woche rausgefunden. Wir treten auf allerhöchsten Wunsch (Deutsche Rentenversicherung) eine neue Schneise in die soziale und gesundheitliche Versorgungslandschaft, mit einem Konzept, auf dem mein Name steht , und der Laden brummt so richtig. An sich gut, weil wir wieder schön schwarze Zahlen schreiben, aber jetzt ist es wirklich an der Zeit, die Arbeit anders zu organisieren, denn sonst hält das keiner lange durch. Ich zumindest nicht. Da denke ich also grad drüber nach. Ich schätze aber, daß ich meine Probleme mit meinem AG zusammen gelöst bekomme. Bei deinen Problemen sieht es grad eher nicht danach aus...

    Paß auf dich auf.
    Gruß NogegoN
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  5. #15
    Avatar von Butch
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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Das Gefühl, dass jemand auf dich angewiesen ist, kenne ich ziemlich gut. Ich bin mit einer debpressiven Mutter aufgewachsen. Vieles in meinem Leben Stand unter dem Damokles Schwert, wenn ich X nicht mache, bringt sie sich um. Wenn man das allerdings zuende denkt, müsste ich wieder bei ihr einziehen und neben ihrem Bett schlafen. Also muss irgendwo eine Grenze gezogen werden.

    Mit meinem ganzen Mitgefühl für dich und deine Situation möchte gleichzeitig zu:
    Meine Chefin würde so einen Streik schlicht nicht überleben und das ist kein Witz. Der Streik dürfte nicht länger als maximal 3 Stunden dauern.
    anmerken, dass deine Chefin immer noch die Möglichkeit hat, den Notdienst zu rufen (oder du vorher). Dein Gefühl dazu würde wahrscheinlich extrem gräßlich sein. Aber die Verantwortung für das Überleben deiner Chefin kann und darf nicht nur an dir liegen. Ich glaube fest daran, dass es für dich Handlungsmöglichkeiten gibt, die nicht zum Tod deiner Chefin führen!

    Schön, wenn du für dich sorgst. Und wenn sich jetzt auch noch Türen öffnen wie es besser für dich (und deine Chefin) wird, ist das wirklich toll.

  6. #16
    Avatar von Vhaidra
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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    @Nogegon:

    Zitat Zitat von NogegoN Beitrag anzeigen
    Wer sagt, daß ich den nicht habe? Hat mich dieses Jahr erwischt. Mußte sogar eine Überlastungsmeldung an den AG abgeben.
    Ups. Das tut mir leid zu hören, aber ehrlich gesagt überrascht mich das kein bißchen. Ich habe mich all die Zeit schon gefragt was man dir eigentlich noch so alles aufladen kann bevor du schwächelst. Ich wäre schon längst tot bei deinem Pensum, echt.

    Zitat Zitat von NogegoN Beitrag anzeigen
    Das geht einfach nicht, daß die ganze Leitung weg ist und ich die Klinik allein leite; also neben meiner üblichen Arbeit.
    Jesses!!! Und ich dachte ich hätte Probleme. Oh Gott!!! Öhm, ist das der Grund warum man von dir eine zeitlang so gar nichts hier gelesen hat im Forum? Ich wollte ja schon nachfragen ob alles okay ist bei dir, aber dann ging der Horror ja bei mir selber los.


    Zitat Zitat von NogegoN Beitrag anzeigen
    Bin gerade dabei, eine Streßerkrankung mit Entstressen zu entschärfen. Viel schlafen, Spaziergänge, kein Kaffee mehr. Keine Verpflichtungen. Eine Woche Pause.
    Eine Woche wird da wohl nicht mehr reichen. Da ich ja selber nun voll zum Gesundheitsapostel mutiert bin hätte ich noch einen guten Tipp für dich: Viel Wasser trinken Ich habe es ja selber nicht geglaubt und das war ja ein reines Verzweiflungs Experiment, aber ich bin inzwischen total süchtig nach ganz normalem Wasser aus der Leitung, weil: Das macht topfit. Das wirkt vitalisierender als 10 Tassen Kaffee. Das ist wie Doping ich schwör`s.

    Ich trinke inzwischen täglich 3,5 bis 4 Liter pures Leitungswasser seit ca. 6 Wochen und ich bin seitdem von sämtlichen meiner Gebrechen kuriert. Ich trinke nichts anderes, denn sonst könnte ich ja nicht soviel Wasser trinken. 1 Becher Kaffee, manchmal 2 aber das war`s. Kein Fruchtsaft, nichts gesüsstes, keinen Tee, keinen Alkohol, keine Milch nix. Nur Wasser.

    Direkt nach dem Aufstehen gleich erstmal so 700 ml in der ersten halben Stunde des Tages und ich bin nach 30 Minuten startklar und voll da.

    - Das wirkt total erfrischend und konzentrationsfördernd auf das Gehirn.
    - Meine Muskel und Gelenkschmerzen sind wie weggeblasen. Ich hatte im Frühsommer rheumartige Gelenkentzündungen im ganzen Körper und grässliche Muskel und Sehnenschmerzen (Burnout?) aber Bluttest ergab: Keine Rheumafaktoren, kein erhöhter Harnsäurewert (keine Gicht), keine Borreliose. Aber Entzündungswerte erhöht. Das hat sich erledigt inzwischen und der Durchbruch kam nicht nur von einer Ernährung die enzündungshemmend ist sondern vor allem von dem Wasser trinken. Ich bin schmerzfrei jetzt.
    - Das Immunsystem funzt wieder.
    - Meine Haut ist sauber und deutlich glatter und fester.
    - Es hilft gegen Migräne (kein Scheiss!!!) ich trinke mir neuerdings meine Migräne einfach weg. Versagt nur bei sehr starken Anfällen, da muss ich zusätzlich doch Tabletten nehmen, aber ich habe keinen allmorgendlichen Analgetika Kopfschmerz mehr, bin seitdem also von meinem Tabletten Missbrauch geheilt!!! Kannste Googeln unter dem Begriff "Studie - Wasser hilft bei Migräne" ist also kein Placebo Effekt das geht wirklich, warum weiß ich nur nicht, aber vielleicht fällt dir ja was dazu ein.
    - Ich nehme ca. 1 Kilo die Woche ab und vor meinem Wasser trinken Wahn konnte ich machen was ich wollte auch mal gar nichts essen und habe trotzdem nicht abgenommen, jetzt esse ich wie ein Scheunendrescher allerdings nur gesundes Zeugs, trinke einen Haufen Wasser und die Pfunde purzeln nur so.
    - Das beste....ich habe irgendwie gar keine rechte Lust mehr zu rauchen und "vergesse" das neuerdings sogar einfach.
    - Keine Verdaungsprobleme mehr.
    - Die chronischen Schulterschmerzen unter denen ich seit 15 Jahren leide sind fast nicht mehr wahrnehmbar.
    - Keinerlei Entzündungen mehr im Körper und ein Gefühl von Leichtigkeit und Schmerzfreiheit wie schon ewig nicht mehr.
    - Es hilft gegen meine Wechseljahr und Menstruationsbeschwerden, kaum noch PMS seitdem ich soviel Wasser trinke.
    - Ich habe gute Laune, bin ruhig und ausgeglichen trotz dieses Disasters in dem ich mich grade befinde.
    - Ich schlafe wieder gut.

    Jo und das alles fängt an bereits nach dem allerersten Tag an dem du mindestens 3,5 Liter pures Wasser gekübelt hast. Nach 5 Tagen bist du voll drauf und kannst dir gar nicht mehr vorstellen jemals wieder was anderes zu trinken, weil die wohltuende, gesundheitsfördernde Wirkung enorm ist. Wasser. Trinkt mehr Wasser. Das ist eine Botschaft die ich tatsächlich gerne mal weiter geben möchte und das ist schon mal etwas Gutes das ich aus dieser Krise für den Rest meines Lebens mitnehme.

    Kann natürlich auch sein, das diese Maßnahme bei mir so gut angeschlagen hat, weil ich ja ausserdem meine Ernährung total umgestellt habe, das mag ein Aspekt sein der vielleicht auch noch wichtig ist.


    Zitat Zitat von NogegoN Beitrag anzeigen
    Das -Warum- der Überlastung haben wir grad die Woche rausgefunden. Wir treten auf allerhöchsten Wunsch (Deutsche Rentenversicherung) eine neue Schneise in die soziale und gesundheitliche Versorgungslandschaft, mit einem Konzept, auf dem mein Name steht ,
    Wenn deine Rest Energie das zulässt kannst du uns das ja mal näher erklären oder du erzählst mir das mal am Telefon. Das würde mich ja interessieren.

    Zitat Zitat von NogegoN Beitrag anzeigen
    und der Laden brummt so richtig. An sich gut, weil wir wieder schön schwarze Zahlen schreiben, aber jetzt ist es wirklich an der Zeit, die Arbeit anders zu organisieren, denn sonst hält das keiner lange durch. Ich zumindest nicht. Da denke ich also grad drüber nach. Ich schätze aber, daß ich meine Probleme mit meinem AG zusammen gelöst bekomme.
    Das hoffe ich für dich. Ansonsten klingt es ja nicht schlecht.


    Zitat Zitat von NogegoN Beitrag anzeigen
    Bei deinen Problemen sieht es grad eher nicht danach aus...
    Naja es gibt ja noch die Reißleine. Wir (das Team) sind uns klar und einig darüber, dass wir das jetzt höchstens noch ein bis zwei weitere Monate in der Besetzung machen können, danach ist Ende im Gelände wie man so schön sagt. Wenn bis dahin keine Entlastung gekommen ist, dann ist das Assistenz Projekt gescheitert. Wir sind uns also unserer Grenzen durchaus bewusst.

    Wir würden aber alle gerne bleiben und weiter machen, weil der Job uns gut ins Konzept passt, also normalerweise. Wir verstehen uns auch alle sehr gut und da sind ja auch Bindungen und Beziehungen entstanden im Laufe der Zeit. Einfach so schmeissen wir es also nicht hin, wir sind bereit dafür zu kämpfen, aber eben nicht endlos. Das weiß meine Chefin. Ich lasse keinen Tag vergehen ohne ihr das mindestens einmal zu sagen (nur damit sie auch wirklich alle Hebel in Bewegung setzt).

    Was geschehen würde, wenn die Assistenz zusammenbricht ist einfach zu beantworten: Man könnte versuchen den Pflegedienst der im Haus ist dazu zu überreden meine Chefin zumindest vorübergehend erneut zu betreuen mit einer Rest Assistenz, die dann aber nur noch 6 Stunden am Tag wäre (wahrscheinlich) und dann kommt der Job für mich nicht mehr in Frage, aber zwei meiner Kolleginnen würden wahrscheinlich dann bleiben in dem Fall oder man ruft einen Krankenwagen, meine Chefin kommt ins Krankenhaus, wird da ein bis zwei Wochen notfallmässig untergebracht bis irgendwo ein Heimplatz frei wird und dann wird`s richtig übel für sie. Aber wie Butch ja bereits erwähnt hat fühle ich mich dafür nicht verantwortlich, weil ich`s nicht bin, also gar so Helfersyndrom geschädigt bin ich jetzt nicht.

    Wir warten mal den Januar noch ab, denn da sind die Chancen gut für Neueinstellungen, man muss mal gucken wie das die nächsten 2 bis 3 Wochen mit der geplanten Lohnerhöhung vorwärts geht und je nachdem wie das alles läuft dann die Situation erneut betrachten und bewerten.

    Zitat Zitat von NogegoN Beitrag anzeigen
    Paß auf dich auf.
    Gruß NogegoN
    Worauf du dich verlassen kannst Du auch!!!

    @Butch:

    Zitat Zitat von Butch Beitrag anzeigen
    Ich kann dich sehr gut verstehen. Das Gefühl, dass jemand auf dich angewiesen ist,
    kenne ich ziemlich gut. Ich bin mit einer debpressiven Mutter aufgewachsen. Vieles in meinem Leben Stand unter dem Damokles Schwert, wenn ich X nicht mache, bringt sie sich um.
    Oje, das klingt grausam. Ein Kind kommt mit sowas ja überhaupt nicht klar. Würde mich nicht wundern, wenn du Therapie machen musstest um von den Mustern die sowas ausbildet geheilt zu werden.

    Zitat Zitat von Butch Beitrag anzeigen
    Wenn man das allerdings zuende denkt, müsste ich wieder bei ihr einziehen und neben ihrem Bett schlafen. Also muss irgendwo eine Grenze gezogen werden.
    Sehe ich auch so und diesen Gedankenprozess habe ich auch bereits hinter mir. Ich habe im Sommer bereits nach einem anderen Arbeitsplatz gesucht, da hatte ich schon mit der Sache abgeschlossen soweit. Dann kam aber die vorübergehende Entlastung durch ehemalige Kollegen und das hielt mich dann doch weiter bei der Stange sozusagen, denn nein ich möchte keinen anderen Job. Ich möchte diesen Job und zwar mit einem normal besetzten Team. Falls das nicht mehr möglich ist habe ich aber auch die Stärke zu gehen. Also ja ich weiß was du meinst und nein ich opfere nicht meine Gesundheit und mein Leben dem Job. Natürlich stirbt meine Chefin nicht wenn ich kündige, ihr Leben würde sich nur drastisch verschlechtern, aber dafür kann ich auch nichts. Es würde ihr ja auch gar nichts nützen, wenn ich mich sprichwörtlich tot arbeite, denn der Punkt wo ich sie eben wirklich nicht mehr pflegen kann (weil ich zusammenbreche) der kommt ja mit Sicherheit und dann isses ja auch vorbei. Nee, nee also ich bin mir da schon klar darüber was ich wann ungefähr zu tun habe.

    Keine Sorge ich habe keine Todessehnsucht haha. Ich bin bereit mich einzusetzen, auch einiges zu opfern, aber die Grenze ist eben da wo ich anfange ernstlich Schaden zu nehmen und ich orakel mal dass, das der Fall sein dürfte in ungefähr 2 Monaten daher dieses zeitliche Limit. Im Übrigen hängt das ja auch nicht an mir alleine. Da sind ja noch 3 andere Kolleginnen und die schätzen das ähnlich ein wie ich also das sie das auch noch so ein bis zwei Monate packen und das dann Feierabend ist wenn wir niemanden einstellen konnten bis dahin.

    Zitat Zitat von Butch Beitrag anzeigen
    Mit meinem ganzen Mitgefühl für dich und deine Situation möchte gleichzeitig zu: anmerken, dass deine Chefin immer noch die Möglichkeit hat, den Notdienst zu rufen (oder du vorher). Dein Gefühl dazu würde wahrscheinlich extrem gräßlich sein. Aber die Verantwortung für das Überleben deiner Chefin kann und darf nicht nur an dir liegen. Ich glaube fest daran, dass es für dich Handlungsmöglichkeiten gibt, die nicht zum Tod deiner Chefin führen!
    Jetzt würfelst du was durcheinander. Wir redeten einmal von einem Streik und der andere Punkt ist das man dort kündigen kann. Das sind ja 2 vollkommen verschiedene Paar Schuhe.

    Bei einem Streik gehe ich mal davon aus das jegliches Pflegepersonal streikt und in dem Fall würde das Krankenhaus meine Chefin ja auch nicht versorgen. Kurz: Wenn wirklich alle Pflegekräfte streiken würden, dann würde es einen Haufen Tote geben. Das ist Fakt. Das war es was ich damit sagen wollte.

    Wenn ich jetzt in meinem speziellen Fall und in meinem aktuellen Job nicht mehr kann, dann muss ich kündigen und meine Chefin hat dann noch 4 Wochen Zeit sich irgendwohin zu retten wo sie versorgt wird und wenn es nofalls erstmal ein Krankenhaus ist. Also nein ich meine nicht das meine Chefin stirbt, wenn ich kündige. Sie wäre am A.... erstmal zumindest, aber nicht tot.


    Zitat Zitat von Butch Beitrag anzeigen
    Schön, wenn du für dich sorgst. Und wenn sich jetzt auch noch Türen öffnen wie es besser für dich (und deine Chefin) wird, ist das wirklich toll.
    Ja das isses halt was ich hoffe. Engpässe gab es in Zyklen immer mal wieder bei uns auf der Arbeit, aber dieser hier ist nun zur totalen Krise mutiert und so schlimm und vor allem so lang anhaltend war es halt noch nie. Die Krisen und Engpässe die wir bisher hatten, waren kurzfristig (1 bis 3 Monate) und die haben wir immer wieder gut gemeistert und ich hoffe eben dass wir es diesmal wieder schaffen. Ich rechne aber vorsichtshalber auch damit das mein Weg hier bald zuende geht. Ich kann einen begrenzten Zeitraum enorm viele Stunden arbeiten, aber danach ist halt die Kraft aufgebraucht und dann muss ich mich selber retten, das weiß ich und das bringe ich auch fertig.

    So, ich habe jetzt tatsächlich frei Ich schau mir morgen mal eure Kunstwerke an haha. Wenn ich das schaffe, dann mache ich wenigstens mal Fotos von dem schwarzen Space Marine, weil ich bin ja an dem weiter gekommen kurz bevor das abartig wurde bei uns auf der Arbeit, hatte aber noch gar keine neuen Fotos geschossen. Das würde ich aber ganz gerne mal tun und dann könnte ich die ja wenigstens mal posten.
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  7. #17
    Avatar von Butch
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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Ich möchte diesen Job und zwar mit einem normal besetzten Team. Falls das nicht mehr möglich ist habe ich aber auch die Stärke zu gehen.
    Das finde ich eine schöne klare Aussage. So was hilft einem ja dann doch auch noch mal ungemein eine schwierige Zeit zu überstehen.

  8. #18
    Avatar von Vhaidra
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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Yep. Ich werde auch nächste Woche das Gespräch mit meiner Chefin suchen und mal nachfragen ob sie denn schon einen Notfallplan hat für den Fall dass wir niemanden finden bis spätestens 15.1 weil bis dahin muss jemand Neues da sein, ansonsten müsste man ja langsam mal kündigen. Ich glaube ich habe sogar 2 Monate Kündigungsfrist (bin schon seit 12 Jahren dort was auch ein Grund ist an der Sache festzuhalten) und noch so an die 300 Urlaubs und Überstunden wenn ich damit mal auskomme, also ich kann ja alleine schon 2 Monate frei feiern mit meinen ganzen Stunden die ich noch auf der hohen Kante habe. Könnte mir also auch einigermassen Zeit lassen was Neues zu finden.

    Bis zum 15.1 gucke ich mir das also noch an und dann muss ich wohl oder übel eine Entscheidung treffen. Drückt uns die Daumen. Ich hoffe ja immer noch dass ich bleiben kann, weil noch ein Wunder geschieht aber gleichzeitig muss ich auch einplanen dass es nichts mehr wird da. Tja und meine Chefin auch und da sollte man mal langsam anfangen drüber zu reden und nachzudenken. Das ist dann als nächstes dran.
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  9. #19
    Avatar von Guy de Fracas
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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    Tja, über den Pflegenotstand brauche ich glaube ich kein Wort mehr zu verlieren das wurde hier schon genügend erwähnt. Zuerst einmal muss ich immer wieder den Hut vor euch Pflegekräften ziehen und ich kann nicht oft genug Danke sagen, dafür dass es solche Menschen wie Dich gibt. Habe selber eine Pflegebedürftige Mutter(Pflegegrad 2) zu versorgen, aber wenn ich so lese was Du alles machen musst sind das was ich da habe Lappalien. Mitte des Jahres ist dann auch noch mein Vater verstorben, da er sich von einem Oberschenkelhalsbruch nicht mehr erholt hat. Das drückt natürlich auch bei meiner Mutter, trotzdem bekommen wir es hin. Wenn ich jetzt richtig verstanden habe möchtest Du bald kündigen, wenn sich nichts ändert. Kann Dir das auch nur raten, denn Du arbeitest Dich wirklich kaputt auch wenn Du schon lange dort arbeitest es ist nie zu spät. Habe auch einige Freunde in der Pflege arbeiten und die meckern eigentlich auch nur über die Stunden die sie ableisten müssen. Wünsche Dir viel Glück, dass das alles klappt
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  10. #20
    Avatar von Vhaidra
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    Standard AW: Pflegenotstand hoch 1000

    @All: Gute Nachrichten Chefin war beim Amt und hat versucht das zu regeln mit Erfolg. Das Amt entschuldigte sich und räumte ein bei ihrem Bescheid einen Rechenfehler gemacht zu haben (das kann man wohl laut sagen), die Lohnerhöhung (14,12 Euro Brutto die Stunde) wurde akzeptiert und mündlich vor einem Zeugen schon mal zugesagt. Wir warten aktuell auf die schriftliche Bestätigung YEHAAAAAAAAAA!!!!

    Also 14,12 Euro sind ziemlich cool für ungelernte Kräfte und wir nehmen ja sogar Leute die nichts weiter haben als einen Hauptschulabschluss, die werden hier angelernt und dann können sie den Job hier machen gesetzt der Fall sie sind einigermassen von Begriff, zuverlässig und ordentlich. Jaaaaaaaaaa und dann müssen wir aber noch Weihnachtsgeld und Zuschläge verhandeln, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber Chefin meinte die Sachbearbeiterin wäre sehr zugänglich gewesen also warten wir mal ab. Wäre uns aber ehrlich gesagt nicht mehr wichtig bei dem Stundenlohn denn wie gesagt: Es handelt sich bei unserem Personal um ungelernte Kräfte und da ist der Stundenlohn ja jetzt wohl mehr als okay. Das ist in Anlehnung an den Tarif von meiner Chefin so festgelegt worden. Sollte also möglich sein dann bald mal neue Leute zu finden, sobald wir das Geld haben.

    @Guy de Fracas: Danke für dein Interesse und deine Anteilnahme. Zumindest in meinem Fall nicht nötig Danke zu sagen, denn ich mache das tatsächlich weil es mir Spaß macht haha. Jaaaaaaaaaaaaa schwer zu glauben für so manchen, aber tatsächlich wahr. Ich habe in meinem Leben schon zig Jobs gemacht, einer schlimmer als der andere (ich habe keine Ausbildung!!!) und man kann mich weder im Verkauf noch im Bereich Dienstleistungen brauchen mit meinem Hang spontan und unüberlegt die Wahrheit kund zu tun, denn das gibt grundsätzlich Ärger in diesen Bereichen

    In der Pflege kommen also meine Stärken am besten zum Tragen, da brauche ich mich nicht verbiegen, darf sein wie ich bin, muss niemandem was aufschwatzen oder blöd grinsen obwohl ich denke "A....loch", hier wird meine Ehrlichkeit geschätzt und begrüsst und ich arbeite im Arbeitgeber Modell was ein himmelweiter Unterschied zu Pflege im Heim oder bei einem Pflegedienst ist. Ich kann jederzeit mit meiner Chefin reden und Bescheid sagen, wenn mir was too much wird. Das kann man nicht wenn man im Heim 30 Leute versorgen muss in einer Nachtschicht. Das ist also echt okay und wirklich das was ich auch machen will, nur diese ganzen Überstunden dieses Jahr gehen natürlich gar nicht. Aber so wie es aussieht taucht ja langsam Licht am Horizont auf....

    Finde ich toll dass du deine Mutter selber versorgst, aber du weißt schon dass du Anspruch auf Bezahlung hast??? Das müsst ihr bei der Pflegekasse beantragen. Das ist kein Witz. Angehörige die ihre Verwandten pflegen haben egal bei welcher Pflegestufe ein Anrecht auf Bezahlung durch die Pflegekasse und eventuell sogar noch durch die Krankenkasse. Am besten gehst du mal zum nächstbesten ambulanten Pflegedienst und fragst die dort ganz nett ob sie dir dabei helfen würden so einen Antrag bei der Pflegekasse zu stellen oder googel das einfach mal, denn heutzutage ist das Internet ja sowas wie ein Mega Brain in dem man alle Antworten findet, haha.

    Ich wünsche dir und deiner Mutter alles Gute und das ist jetzt etwas wovor ich meinen Hut ziehe, denn ich habe mir ja meinen Job wenigstens selber ausgesucht, aber du bist ja praktisch in diese Rolle reingequetscht worden vom Schicksal. Kudos!

    LG Yvonne
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