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Thema: IWATA Eclipse HP-CS - Das Arbeitspferd

  1. #1

    Standard IWATA Eclipse HP-CS - Das Arbeitspferd

    Da ich seit einem Jahr fast nur noch mit dieser Pistole arbeite wollte ich sie nun einmal vorstellen.



    Die gute ist eine IWATA Eclipse HP-CS mit 0,35 mm Düse und 9 ml Farbbecher. Die Pistole kommt mit:
    -einem Deckel für den Farbtopf
    -einer kleinen Tube "Super Lube"
    -und einem Düsenschlüssel (den man aber eigentlich nicht braucht ... -> habe ihn zumindest bisher noch nie benötigt)

    Leider nicht enthalten war (glaube ich zumindest) der angeschraubte Stecknippel. Den müsste man für rund 2-3€ dazu bestellen. Blöd nur wenn man es vergisst und einen braucht.



    Die Pistole lässt sich sehr flott zerlegen. Die Nadelschutzkappe lässt sich abschrauben um die Nadelspitze freizulegen. Daneben befinden sich die Nadelkappe die auf den Luftkopf geschraubt ist. Die Düse besteht aus zwei Teilen. Die kleine silberne Düse ist mit einer Steckhülse verschraubt. Zum Reinigen braucht die winzige Düse daher nicht abgeschraubt werden, sondern wird lediglich ab- und wieder aufgesteckt.
    Die Hebelmechanik habe ich nicht weiter zerlegt. An der ersten Riffelung lässt sich die gesamte Nedelführung rausschrauben bzw. auch die Hebelspannung am Trigger einstellen. Die hintere Hülse hat seitliche Öffnungen um die Nadel nach hinten zu ziehen um die Pistole bei Bedarf während des Betriebes freizuspritzen falls man merkt, dass sie anfängt zu verstopfen. Einen Farbmengenbegrenzer gibt es allerdings nicht, wobei ich die sowieso nicht benutze. Von daher ist das für mich persönlich kein großer Nachteil.




    Der große Farbtopf lässt sich sehr gut mit einem Tuch reinigen, da man selbst mit etwas dickeren Fingern noch gut hineinkommt.


    Innen ist alles sehr schön glatt, sodass sich auch angetrocknete Farbe gut lösen lässt und sich keine Fasern z.B. von Reinigungstüchern oder Watte irgendwo verhäddern.

    Die Qualität ist wirklich sagenhaft! Alles ist absolut glatt, nichts wackelt, klemmt oder schabt.

    Zum "Handling"

    Der Hebelmachanismus ist nach meinem Geschmack einfach super. Die Zugspannung lässt sich wie erwähnt einstellen. Es lässt sich schwer beschreiben was genau der Unterschied zu meinen anderen Pistolen ist aber irgendwie kommt mir HP-CS weicher vor. Der Druckpunkt zur Luft (also Hebel nach unten drücken) geht ebenfalls recht weich, obwohl es für meinen Geschmack noch etwas weicher sein könnte. Bei längerem Sprühen (so ab einer Stunde) muss ich schon mal die Hand etwas ausschütteln. Es geht jedoch gefühlt leichter als bei der Infinity oder Sotar. Meine auch mal irgendwo gesehen zu haben, dass es weichere Federn für das Luftventil gibt.

    Was mich bei der Iwata (aber auch schon bei der Badger Sotar) absolut begeistert ist die Responsivität. Wenn der Hebel vorne ist kommt nichts aber sobald man ihn ein Stückchen bewegt kommt Farbe. Von sehr sehr wenig Farbe bis sehr sehr viel wenn man den Hebel ganz nach hinten zieht (natürlich spielt hier auch Verdünnung und Druck eine Rolle). Bei meinen H&S Pistolen, also Infinity und Ultra, hatte ich da öfters das Gefühl, dass es eine Art "Deadzone" gibt. Man zieht den Hebel ein winziges Stück nach hinten und es kommt noch nichts, -> noch ein winziges Stück und es kommt immer noch nix, -> kleinen Ticken mehr und dann irgendwann kommt es plötzlich. Bei der Sotar und auch der Iwata fällt es mir leichter die Farbmenge zu kontrollieren.

    Ebenfalls ein sehr subjektiver Punkt ist das Gewicht. Mit 104g ( Deckel nochmal +9g) ist die HP-CS meine schwerste Gun. Im Vergleich dazu bringt die Infinity mit 2ml Farbtof 87g (bei großem Topf 92g) auf die Waage und die Badger Sotar 84g.
    Das höhere Gewicht gefällt mir jedoch sehr gut. Bei längeren Arbeiten an der Staffelei gehts allerdings etwas in den Arm. Jedoch auch wieder nicht genug damits für einen "mörder Bizeps" reicht

    Warum Arbeitspferd:

    Ich finde die Pistole unglaublich vielseitig -> weshalb ich sie auch fast ausschließlich benutze.

    Angeschafft hatte ich sie mir um mich an Bildern zu versuchen. Wie hier:



    Da brauchte es natürlich einen recht großen Farbtopf und auch andere Farben (mit unsren 18ml Flächschen würde es schnell teuer werden ^^ ):



    Die Farben sind ebenfalls Acryls auf Wasserbasis mit all den Problemen die man mit ihnen so hat (Tipdry, Clogging etc.), jedoch liefen sie in der HP-CS noch verhältnismäßig gut (Infinity und Sotar mit 0.2mm Düse waren bei der gleichen Mischung nahezu sofort dicht).

    Aber ich würde sie natürlich hier nicht vorstellen wenn man sie nicht auch für unser Hobby gebrauchen könnte.

    Ich mach eigentlich inzwischen so gut wie alles mit dieser Gun. Grundieren, 1:35 Panzer und natürlich auch Minis.
    Denn mit der vermeintlich großen 0,35 mm Düse lassen sich auch extrem feine Details sehr gut sprühen. Gleichzeitig setzt sie sich jedoch nicht so schnell zu wie eine 0,2 oder gar 0,15 mm Düse. Daher lassen auch dickere oder gröber Pigmentierte nach meiner Erfahrung noch recht gut durchjagen. Wobei man bei Farben wie Vallejos etc. auch hier an seine Grenzen kommt was Details sprühen angeht ...

    Tamiya Farben laufen aber wie erwartet super. Bei der Mini im Bild sind die Haut und die grüne "nennen wir es mal Kleidung " mit der HP-CS und Tamiya Paints entstanden:




    Zusammenfassung:

    Bin selber von der Pistole absolut begeistert.
    -Lässt sich leicht zum Reinigen zerlegen, Steckdüse lässt sich einfach abnehmen und reinigen ohne dass man was schrauben- oder Angst haben muss die kleine Düse zu verlieren. Auch in den großen Becher kommt man gut rein.
    -Triggermechanismus gefällt mir sehr gut. Habe sehr gute Kontrolle damit und die Härte sich lässt je nach Vorliebe justieren.
    -Verarbeitung ist absolut top. Nichts ist rau, nichts klemmt, alles läuft smooth (wenn man ein klein wenig "Super-Lube" auf die Nadel reibt gleitet sie regelrecht durch die Pistole)
    -Vielseitigkeit: kann entweder Minis und Modelle bemalen oder ein DinA3 Blatt ausmalen. Kommt auch mit schwierigeren Farben noch verhältnismäßig gut klar (jedoch ist auch hier irgendwo Schluss! Auch hier lassen sich Vallejos nicht so gut verarbeiten wie z.B. Tamiya Farben aber von meinem Gefühl her schon deutlich besser als in der Infinity mit 0,2mm Düse oder Sotar mit 0,2mm Düse)
    also jetzt bitte nicht losrennen und absolute Wunder erwarten. Für Details wie einzelne Schatten oder Highlights nehme ich auch hier nach wie vor Tamiya Farben.


    Wer noch keine Airbrush hat und eine sucht, dem würde ich auf alle Fälle raten sich die HP-CS mal anzuschauen. Preislich liegt sie mit 170-180€ im mittleren Preissegment.
    Geändert von CyAniDe (10.04.2018 um 14:33 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Garbosch
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    Standard AW: IWATA Eclipse HP-CS - Das Arbeitspferd

    Danke für das Review. Leider hast du die Bilder entweder vergessen oder sie werden einfach nicht angezeigt. Ich bin absoluter Einsteiger in Sachen Airbrush. Es ist geplant im Laufe des Jahres, dass ich mir eine bessere Pistole gönne. Und da suche ich eine universell einsetzbare Pistole. Gerade zu Anfang will ich mich nicht mit drei oder mehr Pistolen herumschlagen müssen. Eine gute sollte da erst mal reichen für meine Bedürfnisse. Dank deinem Review wird diese Pistole mit auf die Liste wanderen zum näheren betrachten.
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  3. #3

    Standard AW: IWATA Eclipse HP-CS - Das Arbeitspferd

    Sind die Bilder jetzt sichtbar ?
    Album stand auf Privat. Habe es auf öffentlich geändert.

  4. #4
    Avatar von Farbpumpe
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    Standard AW: IWATA Eclipse HP-CS - Das Arbeitspferd

    Die Bilder sehe ich.

    Seit Jahren überlege ich, mir neben der Infinity noch eine Iwata zu kaufen, weil man öfter hört, dass sich Vallejo & Co damit etwas(!) besser verarbeiten lassen sollen. Denn Tamiya machen auch mit H+S sehr viel Spaß, Vallejo hingegen... mäh! Stimmt es, dass Ersatznadeln und Düsen so teuer sind?

  5. #5

    Standard AW: IWATA Eclipse HP-CS - Das Arbeitspferd

    Für die Eclipse hier sind sie vergleichbar mit H&S. Nadel liegt so bei 12€. Die Düse liegt meine ich bei rund 30€. Habe mir aber noch nie was geschrottet bei der Pistole. Die Nadel ist auch etwas robuster (ist ja auch dicker). Hab mir aber damals trotzdem mal 2 Ersatznadeln mitbestellt. Ist auch mMn. das was am ehesten kaputt geht. Ne Düse ist mir bisher nur einmal kaputt gegangen. Da ist aber die Pistole ausm Ständer geflogen. Bei dem Modell (Sotar 20/20) schaut die Nadel hinten raus und die Nadel hats dann durch die Düse getrieben. Ansonsten könnte ich mir noch vorstellen, dass man es vll. schafft ne Düse mit einer Reinigungsnadel zu schrotten wenn man Farbe hat eintrocknen lassen oder die Nadel so stark verbiegt, dass es die Düse mitnimmt.

    Teuer sind die Teile eigentlich nur bei den ultra teuren Pistolen. Ne Nadel für das absolute high-end Teil (Custom Micron) kostet dann schon 30+ und ne Düse 70-80. Von daher ist das mit den Ersatzteilkosten eher relativ. Bei den "Mittelklassemodellen" nehmen sie sich nicht viel im vergleich zu anderen Herstellern.

  6. #6
    Avatar von Farbpumpe
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    Standard AW: IWATA Eclipse HP-CS - Das Arbeitspferd

    Stimmt schon, mittlerweile schrotte ich auch kaum noch etwas. Eine Düse killte ich damals, indem ich die Nadel zu fest gegen sie drückte. Nadeln gehen viel eher drauf, vor allem wenn man ohne Nadelkappe arbeitet, um nahe ans Objekt zu kommen. Eine habe ich mal beim putzen in meinem Finger versenkt. Aua! Danach war sie auch krumm...

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