Ich möchte Euch hier eine Alternative zur Wetpallette aufzeigen, genannt "Kältepallette" Die Idee kommt von Vhaidra - ich war so frei den Artikel dazu schreiben (mit Ihrem Einverstädniss wohlgemerkt)

Also was braucht man:
- ein Handelsüblichen Kühlakku
- ein Geschirrtuch zum unterlegen
- ein wenig Aluminiumfolie
- einen metallenen Deckel beispielsweise von einem Tuschekasten, Keksdose oder einfach ein Stück Blech.
Das Blech wird mit der Alufolie abgedeckt und an den Rändern umgefalzt. So kann man einfach die Farbe zum schluss abwischen und die Folie wiederverwenden oder, wenn zu sehr mitgenommen, einfach austauschen. Das präparierte Blech auf ein Kühlakku legen, das frisch aus dem Gefrierfach kommt. Das Ganze bettet man auf ein Geschirrtuch damit es später keine Sauerei gibt wenn der Akku Feuchtigkeit nach unten abgibt.
Fertig ist die Eispalette.



Warum das Ganze? Welchen Vorteil bringt das?
Nun, der Vorteil ist offensichtlich : Durch die Kühlung und das Kondenswasser, das auf der Oberfläche entsteht bleiben die Farben je nach Kühlleistung mehrere Stunden in ihrer gewünschten Konsistenz.
Jetzt kann man natürlich sagen: "Wow DAS kann eine Wetpalette auch" Richtig, eine Wetpalette hällt die farben sogar tagelang so.
Der entscheidene Punkt aber ist das man auf der Eispalette bereits den gewünschten Farbverlauf erzeugen kann und diesen dann nur noch auf die Miniatur zu übertragen braucht! Wer kennt nicht den Effekt auf dem Backpapier das die Farben Hügel bilden?

Wie jetzt?
Man gibt einfach von den gewünschten Farben ein paar Tropfen der Reihenfolge nach (zB dunkel nach hell) auf die Palette. Jetzt taucht man zB einen Pinsel der Größe 0 in Wasser und wischt von A nach B durch die Farben hindurch. Am Ende angekommen wiederholt man die Prozedur einfach Rückwärts bis die Farbe durchgängig die gewünscht Konsistenz hat. Das Ergebniss ist ein Farbverlauf, also ein Blending, auf dem Träger. Das heißt, nun muss man sich nicht jedesmal extra einen Farb(mittel)ton anmischen, sondern kann den kompletten Verlauf nutzen. Möchte man eine Lasur haben von einem bestimmten Farbton, nimmt man sich ein wenig aus dem Farbverlauf und legt ihn auf eine freie Stelle auf der Eispalette und kann ihn hier separat verdünnen.
Das ganze sieht dann So aus:
Farben auftragen:



Der Verlauf:



Noch eine weiterer Vorteil - Braucht man den Verlauf nicht mehr, wischt man einfach mit einem Papiertuch einmal rüber und dei Pallette ist wie neu.
Nachteile gibt es im direkten Vergleich natürlich auch :
A) Man braucht eine Kühlakku - das ist schelcht wenn man woanders hin will / muss zum Malen. In der Praxis hat sich das meist aber als nicht all zu schlimm erwiesen, da so ziemlich jeder einen Kühlschrank mit Gefrierfach hat. Auf Workshops und Cons ist das natürlich etwas anderes Wink
B) Die Farben die man sich angemsicht hat müssen in der Malsession verbraucht werden und können nicht wie bei der wetpallette Tagelang aufbewahrt werden. (aber wer macht das schon?)
So ich denke ich hab alles wichtige erwähnt - gebt der Kältepallette eine Chance, zumindest Probieren solltet ihr es mal.
Grüße Count