Dies ist ein Abriß über allerlei bekanntes und unbekanntes Werkzeug, das bei Zusammenbau und Gestaltung einer Mini oder eines Geländeteiles von Nutzen sein könnte. Es handelt sich also nicht um ein Tutorial im engeren Sinne, sondern um einen zusammenfassender Überblick mit eingestreuten praktischen Tips. Pinsel und Farbe bleiben außen vor, ebenso Modellierwerkzeuge. Dazu sollen besser die jeweiligen Experten ihre Tutorials verfassen



Technischer Hinweis:

Ich werde gelegentlich aktualisieren (mein Werkzeugbestand wächst noch ) und weitere Bilder einbinden. Ich brauch da immer etwas, um das technisch hinzubekommen.
Alles klar? Los gehts!

BTW:
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Also wird das Tuturial in 2 Teile zerlegt...




Biegen, Falten, Formen


Biegehilfen
Biegehilfen sind alle Werkzeuge, die uns helfen, Material mit mehr oder minder sanfter Gewalt span- und schnittfrei in Form zu bringen. Biegen kann man dünne Metallteile sowie -in Grenzen- Holz und Plastikmaterial. Resin biegt sich nicht freiwillig, sondern es bricht. Wenn man Resinteile biegen oder krumme Teile glätten will, muß man sie vorher mit einem Föhn oder in kochendem Wasser erwärmen. Vorsicht dabei! Sowohl mit den eigenen Fingern als auch mit dem Resinteil. Das Material ist sehr spröde. Für das Biegen von Holz gibt es eigene Werkzeuge (z. B. für Schiffsmodellbauer) und Methoden (Wasserdampf, Laminieren), auf die ich hier aber wohl nicht eingehen muß.

Tip: Verzogen gelieferte Resingußteile haben ein Materialgedächtnis. Solange die Teile noch an ihrem originalen Gußaßt sind, ziehen sie sich oftmals wieder von allein gerade, wenn man sie erwärmt (wie oben beschrieben) und auf eine flache Unterlage legt. Vorausgesetzt natürlich, daß sie sich erst nach dem Guß verzogen haben und nicht schon die Form krumm war. Aber einen Versuch ist es wert.

Tip: Harte Metallteile aus Stahl sollte man vor dem Biegen einmal über einer Flamme erhitzen (ausglühen). Nach dem Abkühlen lassen sie sich viel leichter Biegen und federn nicht mehr zurück.


Biegehilfen für Ätzteile
... gibt es in größerer Auswahl von verschiedenen Herstellern. Im Prinzip bestehen sie alle aus einem flachen Unterbau, auf dem gerade oder fingerförmige Schienen federnd verschraubt sind. Das Ätzteil wird unter der Schiene bzw. dem Finger passender Größe festgeklemmt und dann mit einer Rasierklinge (Achtung: die andere Schneidenseite mit Klebeband abdecken!)oder einem beigelegten flachen Keil hochgebogen. Biegehilfen gibt es in allen Größen von 2-12 Zoll Länge. Hier eine kleine, preiswerte Hilfe, die bereits alle wesentlichen Arbeiten möglich macht:



Zur besseren Erkennbarkeit habe ich etwas Papier eingelegt. Man kann den Knopf abschrauben und das Oberteil mit den Fingern umdrehen, damit die an der anderen Seite (im Bild hinten) befindliche durchgehende gerade Kante zum Biegen längerer Teile auf die Arbeitsfläche kommt.

Für Rundteile (z. B. Rohre, Auspuff-Schutzgitter, Kühlmäntel etc.) gibt es Biegehilfen, die aus halbkreisförmigen Nuten und dazu passenden Zylindern zum Anformen des Rohlings bestehen. Es gibt auch stab- bzw. kegelförmige Biegehilfen zur Herstellung runder Teile. Man kann natürlich auch einfach eine Pinselgriff, Malstift o.ä. passenden Durchmessers nehmen.

Tip: Den Stift immer kleiner wählen, als eigentlich notwendig. Das meiste Material federt und bekommt dadurch immer einen größeren Durchmesser als die Biegehilfe vorgibt.

Hier noch ein Spezialwerkzeug zum Anfertigen von Haltegriffen:



Nein, daß ist kein Mini-Sternenzerstörer sondern ein "grab handler". Man klemmt einen Draht zwischen Ober- und Unterteil ein und biegt ihn an den Abstufungen um. So erhält man Handgriffe mit konstanter Breite, was freihändig mit einer Zange nur schwer zu bewerkstelligen ist (leidvolle eigene Erfahrung). Obendrauf ist noch eine Skala mit Breitenangaben, die wegen der schwarzen Oberfläche aber nicht im Bild zu sehen ist. Wer öfter Fahr- oder Flugzeuge baut, könnte eine Anschaffung erwägen. Gerade russische Panzer sind ja förmlich mit Handgriffen überwuchert.


Zangen
Flach- und Kombizangen sind zum Biegen von Metallteilen gut geeignet. Bei Plastikteilen muß man aufpassen, daß man keine Riefen durch zu viel Druck hinterläßt. Wer gelegentlich mal ein Ätzteil in Form bringen muß, kann neben der guten alten Pinzette auch auf so eine Zange zurückgreifen:



Das ist eine Justierzange (für Elektrobauteile und so), falls ihr mal im Laden danach fragen wollt.


Pinzetten -siehe da


Biegehilfen für Metallteile
Mit oben gezeigtem Gerät kann man nicht unbedingt Bleche oder Metallröhrchen biegen. Jedoch gibt es auch hierfür geeignetes Werkzeug. Einfache Abkantvorrichtungen für Metallprofile, die man in einen Schraubstock einspannen kann. Doppelseitige Metallwangen ähnlich einem Walzwerk, mit denen man Bleche abkantet. Flexible Metallröhren zum stufenlosen Biegen von Stäben und Röhrchen, die auf das Werkstück geschoben werden und ein scharfes Abknicken beim Biegen verhindern. Durch ihre federnde Bauart kann man sie hinterher einfach abziehen. Bei Eisenkarl - oder bei Obi.