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Depressive Jeff

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    Depressive Jeff

    Hallooo zusammen

    Hier mal einige Gedanken und Hintergründe einer Reihe von Minis/Projekten, dich ich umsetzen möchte (falls es Euch interessiert):

    In Anlehnung an meine Berufswahl (Psychologiestudium) wollte ich mit dem Hobby auf ein Thema aufmerksam machen, welches in unserer Gesellschaft leider noch immer (natürlich nicht ausschließlich) zu großen Teilen tabuisiert wird: Psychische Erkrankungen. Wer scheut oder gar schämt sich mit einer Grippe zum Arzt zu gehen? - Sicherlich die Wenigsten. Bei psychischen Erkrankungen scheint die Hemmschwelle, professionelle Hilfe aufzusuchen, jedoch oft höher zu liegen (natürlich nicht bei allen und nicht immer). Obwohl man auch hier, ebenso wie bei einer Grippe, nichts für die eigene Erkrankung kann. Zu stark ist möglicherweise die Angst vor Diffamierung, Abstempelung als "Verrückte/r", oder einfach dem Eingeständnis, dass die eigenen Ressourcen erschöpft oder die eigenen Grenzen erreicht sind. Hinzukommt oftmals eine Bagatellisierung durch Dritte, die sich der Schwere und Komplexität mancher Problematik nicht bewusst sind oder die sich selbst noch nie in einer solchen Situation befanden/sich nicht hineinversetzen können: "Stell dich nicht so an!", "Mach doch einfach und dann ist gut", "Ist doch alles nur in deinem Kopf".
    Diese Erkrankungen sind jedoch real und in jeder Altersklasse und Kultur vertreten - Dies zeigen nicht nur (neuro)biologische Korrelate (also Zusammenhänge psychischer Erkrankungen mit physiologisch messbaren Befunden) sondern auch schlichtweg einfache Zahlen und Fakten: 1/3 bis 1/2 aller Erwachsenen ist im Verlauf des Lebens von einer psych. Erkrankung betroffen1; Ca. 50%-60% der Betroffenen leiden an mehr als einer psychischen Erkrankung gleichzeitig1; Innerhalb eines Jahres leiden 38,2 % der EU-Bevölkerung an einer oder mehreren psych. Erkrankung/en (Ein-Jahres-Prävalenz)2.
    Also: Seid empathisch zu Betroffenen und falls ihr selbst Hilfe braucht - scheut Euch nicht, diese in Anspruch zu nehmen ;-)

    1) Margraf, J. (2009) Kosten und Nutzen der Psychotherapie. Berlin: Springer.
    2) Wittchen, H.-U., Jacobi, F., Rehm, J., Gustavsson, A., Svensson, M., Jönsson, B. et al. (2011) The size and burden of mental disorders and other disorders of the brain in Europe 2010. European Neuropsychopharmacology 21(9), 655–679.
    Und hier schon mal ein kurzes Brain-Storming zu Jeff (der Mini dieses Threads^^) Wahrscheinlich folgt noch mehr Hintergrund, allerdings hab ich jetzt keine Lust mehr zu schreiben ^^*

    Bereits das Bett zu verlassen fällt ihm schwer. Sein Leben zieht an ihm vorbei; Es besteht aus einzelnen Teilen, die er nicht zusammengesetzt bekommt. Schon jedes einzelne Teil für sich erscheint ihm wie eine unbezwingbare Last. Verzweiflung, Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel,Trauer, Wut bilden ein Wechselspiel der Gefühle.
    Und nun noch einige WIP Bildchen (sorry, in der Linse meiner Handy-Kamera hat sich Staub festgesetzt :-/ )



    Falls irgendwas falsch verstanden, unklar oder fehlinterpretiert wird, schreibt es gerne in den Thread uuuuund natürlich gerne auch (künstlerische) Anregungen und Kritik

    Viele liebe Grüße,
    Lukas
    Zuletzt geändert von Gobbo; 20.11.2017, 01:09.
    CoolMiniOrNot-Gallerie

    #2
    AW: Depressive Jeff

    Die Idee mit den Puzzleteilen finde ich super. Freue mich shcon auf weitere WIPs.
    Die Welt sollte mehr so sein wie meine Filterblase.

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      #3
      AW: Depressive Jeff

      Finde ich großartig, dass du dem Thema Aufmerksamkeit verschaffst.
      Das Bild drückt aber das Gegenteil von dem aus was ich erwartet hätte.
      Ich hätte erwartet, dass er zusammengekauert in einer dunklen Ecke hockt, hier sieht es (für mich) eher aus als ei er wahnsinnig. Ich kenne mich da aber nicht ganz so genau aus.

      Bin jedenfalls sehr gespannt wie es weitergeht. Alle Daumen hoch für die Projektidee.
      Gruß, René :hello:

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        #4
        AW: Depressive Jeff

        Vielen Dank Euch beiden!

        @René: jaaah^^* das Modell ist sicher nicht die erste Assoziation mit dem gewählten Thema. Da ist noch ein bisschen freie Interpretation des Künstlers mit dabei ;-) :D Im Sinne einer verzweifelten Wut (die fast schon wahnsinnig wirkt). Und eine solche Wut kann sich natürlich auch auf den eigenen momentanen Zustand gerichtet entwickeln (quasi als Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation).
        CoolMiniOrNot-Gallerie

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          #5
          AW: Depressive Jeff

          Kommt vielleicht der Überforderung nahe die sich ja auch in der Depression einstellt. Alles mögliche prasselt auf einen ein.
          Die Welt sollte mehr so sein wie meine Filterblase.

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            #6
            AW: Depressive Jeff

            Tach auch,

            die Idee, Depression (oder besser - das Gefühl des Betroffenen) über die Puzzleteile darzustellen, die man nicht mehr zusammenfügen kann, ist schon klasse.
            Darauf muss man erstmal kommen...

            Dass dann die Depression zu Frust über die eigene Unfähigkeit wird, weil man sein Leben nicht mehr organisiert bekommt, kann ich mir vom Kopf her gut vorstellen.

            Aber auch hier kann ich dieses Gefühl nicht nachvollziehen, weil ich bisher immer aus solchen Situation selbstständig und aus eigenem Antrieb herausgekommen bin.
            Deswegen bin ich um so gespannter, wir du diese Szene Farblich gestalten wirst.

            viele Grüße
            Thomas
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              #7
              AW: Depressive Jeff

              Zitat von Goblintreiber Beitrag anzeigen
              Deswegen bin ich um so gespannter, wir du diese Szene Farblich gestalten wirst.
              Schwarz mit schwarzen Akzenten?
              er:
              Die Welt sollte mehr so sein wie meine Filterblase.

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                #8
                AW: Depressive Jeff

                Die Idee mit den Puzzleteilen ist wirklich interessant.

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