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Wiedereinsteiger hat Fragen

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    Wiedereinsteiger hat Fragen

    Guten Tag,

    ich habe 2008 aufgehört zu bemalen und jetzt vor kurzen wieder angefangen. Mein Ziel als Bemalstandart soll eher in Richtung Golden Damon gehen, auch wenn meine Fähigkeiten aktuell nicht mal Ansatzweise in diese Richtung zeigen. Als ich 2008 aufgehört hatte, hatte ich des öfteren hier im Forum "solider Tabletop Standart" über meine Arbeiten gelesen. Aber ich möchte mich steigern. Das ist natürlich sehr ehrgeizig, aber ich möchte damit nur sagen, dass Tabletopniveau nicht mein Anspruch ist.

    Ich habe mir für den Wiedereinstieg eine kleine Warhammer Figur gekauft und mich daran etwas ausprobiert. Ich habe aber ein paar Fragen:
    • Auch wenn ich aktuell wieder einige GW Farben besitze, bin ich von den Farbtöpfen mehr als genervt. Dosierung ist miserabel und dieses ständige rumgetauche mit dem Pinsel nervt.Ich hatte damals auch ein paar Model-Colors. Sind die noch immer gut? Es gibt jetzt auch Army Painter von Wizards of the Coast. Taugen die etwas? Ich fürchte ich bin mit den GW-Farben halt etwas unzufrieden. Das rührt auch daher, dass ich "erschlagen" von den unterschiedliche Farbtypen bin. (Kontrast, Shade, layer, base, technical usw)
    • Ich merke mehr denn je, dass es auf das Model ankommt, wenn es um die Wahl der besten Blendung-Technik geht. Ich versteife mich immer zu sehr auf das glazing. Aber manche Details auf Modellen sind so klein, da kann man diese Technik nur schlecht anwenden. Ans Feathering und Wetblending traue ich mich noch nicht ran. Da ihr mein Ziel kennt, wie geht ihr in so einer Situation vor? Gerade als ihr mit diesem Hobby angefangen habt.
    • Ich versuche überwiegend mit Glazes/Washinngs sanfte Übergänge zu erzeugen. Ich habe mir auch diverse Videos auf YouTube angeschaut. Allerdings muss ich feststellen, dass es mir je nach Modell schwer fällt diese Technik anzuwenden. Das liegt vor allem daran, dass manche Stofffalten oder ähnliches einfach zu klein sind. Da man auf so kleinen Flächen nichts sieht, neigt man dazu, ich zumindest, dann die Farbe wieder etwas dicker zu machen. Aber dann sieht es wieder grottig aus.Wie geht man da am besten vor?
    • Die Frage betrifft ebenfalls Glazes/Washings. Nutze ich Washes bzw Glazes, sehe ich nach der Trocknung dass sich an manchen Stellen so verwaschene Pfützen gebildet haben. Das sieht man vor allem bei genaueren hinsehen. Ich vermute mal, dass aufgrund der Schwerkraft bzw dem Kapilareffekt die Farbpigmente sich an den betroffenen Stellen sammeln da zuviel Wasser auf der Mini ist. Oder hat das ein anderer Grund?
    • Nutzt ihr zum reinigen von Pinsel nur Wasser oder auch spezielle Reiniger?



    Vielen Dank








    #2
    Zu den Farben:
    GW Farben sind nicht schlecht. Über die Töpfe kann man sich streiten. Prinzipiell sind verschiedenen Typen auch nicht verkehrt. Muss man mal testen.
    Ich nutze hauptsächlich Vallejo Model Color und will weiter mit Scale75 rumexperimentieren. Wenn du Farben hast nimm die. Wenn du nen Laden um die Ecke hast, kauf deine Farben da. Ist bequemer und du kannst auch einfachmal was aus dem Regal fischen.
    Abraten kann ich nur von Army Painter, die sind sehr gewöhnungsbedürftig.
    Kimera Paints sind aktuell hip. Kann ich aber nicht beurteilen. Letztendlich ist jede Farbe anders. Und wenn du nicht alles mischen willst, dann macht es auch nichts was von mehreren Herstellern dastehen zu haben. Jeder Hersteller hat Farben die gar nicht gehen ... da muss man aber seine eigenen Erfahrungen sammeln, da auch jeder anders mit den Farben arbeitet.

    Zu den Techniken:
    Es kommt eher darauf an was du willst.
    Glazing ist bei mir sowas wie filtern. Denke du meinst das malen mit sehr verdünnten Farben Schicht auf Schicht.
    Aktuell geht der Trend eher weg vom ultra-sauberen Blending. Siehe #fucksmoothness auf Instagram. Die gängigere Technik ist wohl momentan Layering mit feinen oder groben Farbabstufungen, je nach Sauberkeit. Glazing/Filtern kommt dann nochmal dazu um Farbvariationen reinzubringen und "Verläufe" zu glätten.
    Schau z.B. mal beim Angel Giraldez, Trovarion, Richard Cray usw. auf Youtube vorbei.

    Pfützenbildung:
    Beim Wash ist das teilweise das ziel. Wash nur mit Wasser führt manchmal zu diesen Effekten. Besser man nutzt da ein Medium. Ansonsten solltest du schauen, dass überschüssige Farbe vorm Trocknen wieder raussaugst (mit nem trockenen Pinsel). Nachdunkeln kannst du dann mit ner zweiten Schicht, wenn die erste Schicht VOLLKOMMEN getrocknet ist.
    Beim Glazing sollten sich überhaupt keine Pfützen bilden. Ziel ist es eine Art Filter aufzutragen und nicht die Fläche zu fluten. Ich habe mir mal gemerkt, der Pinselstrich soll beim ziehen antrocknen.
    Eventuell hast du einfach zu viel Farbe im Pinsel.
    "Dickere" Farben (die immernoch verdünnt sind :D) lassen sich einfacher kontrollieren.

    Reinigung:
    DaVince Pinselseife oder Ähnliches. Nutze ich nach jeder Mal-Session, teilweise zwischendurch, wenn ich sehe das sich was im Pinsel gesammelt hat.
    Keep on painting ... or don't

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      #3
      Mahlzeit,

      Leider gibt es so viele Farbhersteller und Ranges mit unterschiedlichen Verhalten, daß man da keine eindeutige Empfehlung aussprechen kann. Jeder kommt mit den Farben unterschiedlich zurecht. Ich nutze großteils Farben von Vallejo, Scale (obwohl da eine Hassliebe besteht) und ArmyPainter. Wichtig bei den Scale und ArmyPainter Farben ist das Schütteln der Farbe vor dem Benutzen, am besten mit Agitatorkugeln oder noch besser einem Vortexmixer.
      Meine Nachbarn hören Techno.
      Ob sie wollen oder nicht.:twisted:

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        #4
        Zitat von _iae Beitrag anzeigen
        Zu den Techniken:
        Es kommt eher darauf an was du willst.
        Glazing ist bei mir sowas wie filtern. Denke du meinst das malen mit sehr verdünnten Farben Schicht auf Schicht.
        Aktuell geht der Trend eher weg vom ultra-sauberen Blending. Siehe #fucksmoothness auf Instagram. Die gängigere Technik ist wohl momentan Layering mit feinen oder groben Farbabstufungen, je nach Sauberkeit. Glazing/Filtern kommt dann nochmal dazu um Farbvariationen reinzubringen und "Verläufe" zu glätten.
        Schau z.B. mal beim Angel Giraldez, Trovarion, Richard Cray usw. auf Youtube vorbei.
        Die Aussage finde ich sehr interessant. Dabei lerne ich gerade die komplette Mini nur mit Glazes zu bemalen. Ich persönlich würde diesen "Trend" eher bei kleinen Detailarbeiten sehen, wo man schlicht keinen "Platz" hat, da viele Schichten auf eine Oberfläche zu zaubern. Aber ich habe bereits Videos zu der Technik gesehen. Das Objekt wird mit 3 Farben geblockt und anschließend wird mit Glazes in den nächsten Verlauf "reingeschichtet".

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          #5
          Ich bin mir nicht ganz sicher was du mit "glazen" meinst ... ich denke du meinst das, was man so Mitte/Ende der 00'er Jahre gemacht hat? Also sehr verdünnte Schichten übereinander und dann solange Schichten bis es deckt.
          Das ist sehr aufwendig und hält dich nur vom malen ab^^. Nein, wenn du diese Technik malst, dann mal damit weiter.
          Ich meinte schon, dass man deckender malt und eher Farbabstufungen nutzt, um dadurch einen Verlauf zu schaffen.
          Zum Beispiel:
          1. Grundfarbe
          2. Erstes Highlight
          3. Glazes mit 50/50 aus Grundfarbe und erstem Highlight
          4 Zweites Highlight
          5. Glazes mit 50/50 aus erstem und zweitem Highlight ... dort wo der Übergang zu sehen ist.

          Was ich persönlich aktuell sehr hilfreich und schnell finde (ich mal aktuell eher Büsten) ist "Sketch&Refine". Das läuft ähnlich wie das, was du zuletzt beschrieben hast.
          Man malt erstmal sehr grob die einzelnen Farbbereiche, die Lichtsituation etc., um erstmal ein Gefühl für die Mini zu bekommen. Das dauert dann mal 20min oder eine Stunde. Wenn man zufrieden ist, dann verfeinert man das nach und nach ...
          Keep on painting ... or don't

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            #6
            Vielen Dank für deine Antwort. Ja es hat sich offenbar vieles geändert. Es gab mal einen User hier und Vahilor, die es hier offenbar nicht mehr gibt. Die haben auch mit sehr dünnen Farbschichten gearbeitet. Die Grundfarbe aufgetragen und dann mit Ultradünnen Schichten in Richtung der Lichtquelle gehighlighted. Aber ich werde deine Technik auch mal probieren. Man muss das Eisen schmieden solange es heiß ist. :-)

            Bei GW hat sich ja auch bei den Farben viel getan. Damals waren beispielsweise INKs verrufen, da sie glänzend waren. Jetzt ist das ja offenbar nicht mehr so. Es hat sich viel geändert. Ich hatte aufgehört, da wurden gerade die Foundation Farben eingeführt.

            Naja. Vielen Dank. Ich werde deine Technik da auf jeden Fall mal probieren. Die Technik ist mir grundsätzlich Schnurz. Es muss nur geil aussehen :D

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              #7
              Jo die "neuen" GW-Farbtöpfe finde ich auch total Katastrophe. Besonders weil der Deckel nicht oben bleibt bzw. teilweise nicht richtig schließt und der Topf austrocknet -.- und umfüllen gibt Sauerei und natürlich Verluste. Ich benutze hauptsächlich Model Color bzw. P3 von Privateer Press -> die sind ein wenig wie die alten GW Farben und die Töpfe sind die "uralt" Töpfe die GW auch mal hatte.(die, die auch dicht halten ...)
              Glazing ...
              Jo habe ich in den 2000ern auch so "gelernt" wurde ja quasi überall propagiert. Hat seine Vorteile insofern, dass es eine sehr kontrollierte Technik ist, ist aber auch unendlich langsam. Besonders wenn du versuchst einen Verlauf komplett mit Glazes aufzubauen -> Sprich Grundfarbe und dann Glazes mit mehreren Farbstufen in die Highlights und selbes für die Schatten.
              Dauert ewig und garantiert gerade bei weiß/blauweiß nicht wirklich einen sauberen Verlauf -> Auskreiden
              Ich male inzwischen mit sehr viel dickerer Farbe, teilweise reicht das Wasser was die Farbe sich aus der Nasspalette zieht. Kostet erst wieder etwas Mut aber ich versuche wieder mehr deckend zu malen besonders in Highlights.
              Erlaubt auch andere Technicken. Besonders bei Wet in Wet sollte die Farbe dicker sein. Mit Wasser verdünnte Farbe trocknet schneller und nimmst du mehr in den Pinsel um das zu kompensieren läuft sie weg.

              Kommt aber quasi auf das raus was auch _Jae schrieb. Sketch and Refine. Also besonders am Anfang beim "Sketch" ruhig deckend arbeiten. Dann "klassisch" Schichten mit Abstufungen oder Wet in Wet oder Ausfedern oder Glazen. Glazes benutze ich mehr zum glätten von Verläufen oder auch wie _Jae sagt zum Filtern sprich einfärben über einen Verlauf..

              Eine ganze Mini mit Glazes zu bemalen wie in den 2000ern würde ich niemandem raten. Killt jegliche Motivation weil nix voran geht.




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                #8
                Dem kann ich nur zustimmen.
                Ich hab ja auch mit Glazen angefangen und habe ewig und ewig für eine Mini gebraucht.
                Inzwischen bin ich zum Einen nicht mehr so perfektionistisch unterwegs und sage einfach: Ach, ist jetzt fertig und passt für mich! und zum Zweiten male ich jetzt auch mit dickeren Farben. Bis auf Metall (da nehme ich AndreaColor und P3) nutze ich nach wie vor GW. Ein paar Farben trocknen ein, aber meine meistgenutzten Farben sind dann doch so schnell alle, das da nix eintrocknet.

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                  #9
                  Hallo ihr Lieben!
                  Ja ich bin auch noch da. Und auch wenn das Tippen hier etwas nervt, wegen dem ständigen Fehler Popup, das immernoch auftritt, möchte ich auch kurz was dazu schreiben.

                  Redwizard, schön, dass du wieder zum Malen zurück gefunden hast. Da freut mich.
                  An sich will ich auch garnicht mehr viel zu dem bereits auf deine Fragen Geschriebenen ergänzen. Mein einziger schneller Tip jetzt grade wäre: Halte dich nicht zu sehr mit all zu viel theoretischen Fragen auf, leg einfach los und male! Ich sage das nur so, weil ich hier schon Leute sich in der Theorie hab verlieren sehen, anstatt einfach mal los zulegen und den Rest von sich aus geschehen zu lassen. Malen ist immer auch eine Serie von Trials&Errors. Also, einfach machen!

                  Und desweiteren wäre es noch klasse, wenn du einfach mal was von deinen Werken hier zeigen würdest. Da könnte man auch schon Einiges dran sehen und sicher auch weitere, gezieltere Tips geben.

                  Ansonst, frohes Pinseln und auf regen Erfahrungsaustausch.

                  Gruß
                  Dirk "Brushguy" Stiller
                  https://www.instagram.com/therealbrushguy/

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                    #10
                    Ich finde die Vallejo Model Color Farben immer noch die besten für den Einstieg in "ernsthafte" Malerei. Preis/Leistung/Verhalten ist top. Mit der Erfahrung, was man mag und was nicht, sucht man dann ggf. weiter und probiert sich durch die verschiedenen Hersteller. Ich selbst male sehr viel mit Scale 75. Mein Malstil ist ein bisschen schichten und auch sehr viel Glazen. Wobei das mal mehr oder weniger dicke Farbe ist. Das Problem mit den vielen - zu vielen Details - ist ein Ding von GW. Damit muss man leben, wenn man GW-Minis bemalt. Ich finde es die Pest, und wie du schreibst macht es Probleme bei der Bemalung. Mir persönlich fehlt da auch Platz um mich auf der Mini auszutoben. Im Endeffekt musst du üben, üben, üben. Ziele setzen, WIPs posten und nach Feedback fragen. Sehr empfehlenswert sind dann natürlich auch Workshops. Ich lerne auch sehr viel über YouTube Videos, aber persönliche Workshops können die mMn nicht ersetzen.
                    Die Welt sollte mehr so sein wie meine Filterblase.

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                      #11
                      Hallo RedWizard!

                      Wie sieht es denn mit deinem Wiedereinstieg aus? Hast du schon irgendwelche Fortschritte gemacht? Magst du uns teilhabenlassen? Gibt es vielleicht neue Fragen?

                      Gruß
                      Dirk

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